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Sicherheit im Internet

Niels Gründel
Die Universität Bonn hat eine Befragung zum Thema „Sicherheit im Internet“ durchgeführt - mit erstaunlichen Ergebnissen.

Foto: Frank Luerweg/ Universität Bonn
Unternehmen erkennen oft die neuen Chancen, die das Internet bringen, und wollen sie nutzen – aber sie trauen dem Internet nicht. Studien dazu gibt es eine ganze Reihe. Privatpersonen nutzen das Internet, obwohl auch sie Bedenken haben. Fragwürdige Praktiken im Internet werden aber von Privatpersonen eher als „äußerst lästig“ und weniger als „strafrechtlich relevant“ empfunden.
Netzkritik sprach mit Dr. Werner Rüther, der am Kriminologischen Seminar der Universität Bonn eine erste Online-Befragung zum Thema „Sicherheit und Delinquenz im Internet“ durchgeführt hat über Ängste und Wünsche privater Internetnutzer.


Netzkritik: Sie haben in der Untersuchung festgestellt, was jeder Internetnutzer aus eigener Erfahrung nicht anders vermutet hätte: Das Massenphänomen SPAM erlebt jeder täglich neu. Aber mit welchen negativen Erfahrungen werden viele Internetnutzer sonst noch häufig konfrontiert?

Dr. Werner Rüther: Während die negativen Erfahrungen mit Spam und Junk-Mail nahezu ubiquitär, das heißt bei allen verbreitet sind, geben auch immerhin mehr als zwei Drittel (70 %) aller Befragten an, mindestens einmal, meistens jedoch schon häufiger mit so genannten Hoaxes (Falschmeldungen) in Berührung gekommen zu sein. Die Quote der Betroffenen von echten Computer-Viren liegt mit 66,2 % ebenfalls relativ hoch. Jeweils etwa ein Fünftel aller Befragten (knapp 20 %) fühlen sich als „Hacking-Opfer“ und als „Opfer von 0190-Dialern“.

Netzkritik: Immer wieder berichtet ja auch die Tagespresse über ausgewählte Betrugsfälle vornehmlich im Online-Auktionshaus Ebay. Dort beruhigt man die Kunden damit, dass die Quote der Betrugsfälle marginal sei. Was sagt dazu ihre Umfrage?

Dr. Werner Rüther: Mit 11,8 % gab es beim Auktions-Betrug in unserer Online-Befragung zwar die geringste Betroffenheitsquote aller aufgeführten Deliktsbereiche. Immerhin hat sich mehr als jeder zehnte Befragte schon einmal „übers Ohr gehauen“ gefühlt, was nicht unbedingt als ein Kennzeichen von „Marginalität“ anzusehen ist. Man darf die Vermutung anstellen, dass die gegenseitige Bewertungspraxis der „Ebayer“ eher zu einer Zurückhaltung von negativen Urteilen (vor allem auch bei Bagatellen) im so genannten Hellfeld führt.

Netzkritik: Gibt es überhaupt jemanden, der noch keine negativen Erfahrungen mit dem Internet gemacht hat?

Dr. Werner Rüther: Wie schon im traditionellen täglichen Leben gibt es auch im Netzleben, je intensiver man dort tätig ist, wie selbstverständlich irgendwelche kleineren negativen Erfahrungen, die nicht in jedem Fall als „kriminell“, sondern eher nur als lästig zu bezeichnen sind. Davon bleibt so gut wie niemand verschont. Dennoch ist es bemerkenswert, dass die weit überwiegende Mehrzahl aller von uns befragten Netzbürger/innen vor allem die positiven Erfahrungen und Möglichkeiten der Netz-Kommunikation hervorhebt.

Netzkritik: Schlägt sich die in der Umfrage recht große Opferbetroffenheit auch auf das allgemeine Sicherheitsgefühl der Internetnutzer nieder?

Dr. Werner Rüther: Auch hinsichtlich des Sicherheitsgefühls kann man anhand unserer Zahlen feststellen, dass sich die größte Gruppe der Internet-Nutzer (81,8 %) auf der sicheren Seite fühlt, wenn sie an ihrem PC im weltweiten Netz unterwegs ist. Netzbürger fühlen sich danach weniger unsicher als ebenfalls von uns befragte Bürger in ihrer Wohngegend. Dies mag u. a. auch damit zu erklären sein, dass im Netz eigentlich keine direkten Körperverletzungs- und Tötungsdelikte möglich sind.

Netzkritik: Welche Maßnahmen im Bereich der Internet-Verbrechensbekämpfung halten die von ihnen Befragten für sinnvoll und letztlich auch rechtsstaatlich legitim? Wie laut sind überhaupt die Rufe nach dem Staat?

Dr. Werner Rüther: Die Rufe speziell nach dem Strafrecht und nach der damit zusammenhängenden polizeilichen Kontrolle halten sich im Vergleich zu anderen Maßnahmen doch deutlich in Grenzen (insgesamt nur 35,9 %). In erster Linie setzt man auf so genannte primäre und sekundäre Präventionsstrategien: Das sind der Wunsch nach mehr und kompetenter Aufklärung über möglichst effektive Selbstschutzmaßnahmen (62,2 %) und die Forderung nach möglichst wirksamen technischen Sicherungssystemen (56,0 %).

Netzkritik: Konnten sie besondere Merkmale zwischen den unterschiedlichen Altersgruppen sowie Frauen und Männern feststellen?

Dr. Werner Rüther: Hinsichtlich des Sicherheitsgefühls gibt es anders als bei der klassischen Kriminalitätsfurcht hier kaum Unterschiede zwischen den verschiedenen Geschlechtern und Altersgruppen. Bei der Opferbetroffenheit hingegen sind schon einige auffallende Differenzen feststellbar. So liegt zum Beispiel die „Dialer-Betroffenheit“ speziell bei den „älteren Jahrgängen“ (ab 41 Jahren) und dort vor allem bei den Männern mit 26,7 % signifikant über dem Durchschnitt (von knapp 20 %).

7.9.2003

Zur IT-Sicherheit per eLearning

Niels Gründel
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI bietet seit neuestem einen Web-Kurs zum Thema „IT-Sicherheit“ zum Download an. Der Web-Kurs „BSI Schulung IT-Grundschutz“ soll einen schnellen und kompakten Einstieg in den „IT-Grundschutz“ bieten.

Der Kurs ist für ein Selbststudium aufgebaut und dauert rund vier Stunden.
„Mit diesem Angebot wollen wir in erster Linie kleinere und mittlere Behörden und Unternehmen ansprechen, die in das Thema IT-Sicherheit einsteigen wollen oder müssen. Oft kommt IT-Sicherheit in der Praxis vor allem aus Zeitmangel zu kurz. Deshalb möchten wir mit dem Kurs als eine Art ‚Starter-Paket zur IT-Sicherheit‘ ein Mindestmaß an Sicherheit vermitteln", betont Michael Hange, Vizepräsident des BSI. Der Benutzer erfährt wie er die Sicherheitsanforderungen in seinem Unternehmen oder seiner Behörde effizient definieren und umsetzen kann, wie Sicherheitslücken aufgedeckt und mit gängigen Maßnahmen geschlossen werden können. Einzelne Module, wie beispielsweise Sicherheitsmanagement, IT-Strukturanalyse, Schutzbedarf, Basis-Sicherheitscheck, werden mit Hintergrundinformationen verknüpft.

7.9.2003





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