|
|
![]() |
||||||||||||
|
|
|||||||||||||
|
|
::::: |
|
|||||||||||
|
Geschenke, Geschenke: Erlebnis per Mausklick
Mario Gongolsky
Erst vor einem Jahr startete in München ein Team mit der Idee, außergewöhnliche Erlebnisgeschenke online anzubieten. Inzwischen gibt es 300 verschiedene Angebote. Ob Kindertraum oder maskulines Adrenalinerlebnis, nichts ist so unmöglich, um nicht angeboten werden zu können. „Wir arbeiten eng mit ausgewählten Partnern zusammen“, erklärt Geschäftsführer und Marketingleiter Fabrice Schmidt. Mal übernimmt Mydays nur die Vermittlung und Organisation, mal sind es aber auch Erlebnisse, bei denen Mydays direkt der Leistungserbringer ist Einmal Baggerfahrer, Eskimo oder Miss Marple sein? Einmal einen Bagger steuern oder Lokführer sein: Das sind die eher nahe liegenden Angebote von Mydays. Ein Luxusmenü in totaler Dunkelheit, das so genannte „Dinner in the Dark“ ist hingegen sicher schon ein reichlich abwegiger Erlebniswunsch. „Dinner in the Dark ist sehr erfolgreich. Man kann sagen, dass sich unsere Kunden im Durchschnitt ein Mydays-Erlebnis 150 Euro kosten lassen“, erklärt Schmidt. Ein Wochenende in den österreichischen Alpen, ein kleiner Bergaufstieg, den Tag damit verbringen, einen Iglu unter fachkundiger Anleitung zu bauen, abends am Lagerfeuer grillen, um schließlich grogschwanger mit Schlafsack und Isomatte eine Nacht in seinem Eiszelt zu verbringen. Eine wahrhaftig coole Idee und ein ungewöhnliches Erlebnis sowieso. Für den größten Fan britischer Kriminalgeschichten kann man ein „Criminal-Weekend“ im Vier-Sterne-Hotel buchen. Dort, so verspricht Mydays, bricht ein junger Mann plötzlich beim Essen tot zusammen. Eine Vergiftung? Gut möglich. Gäste und Schauspieler haben nun das Wochenende Zeit, um den wahren Mörder ausfindig zu machen. Statt in den nebeligen Highlands in Schottland spielt das detektivische Gruselabenteuer zwar im Sauerland und man muss sich das Erlebnis mit weiteren Mydays-Kunden teilen, etwas Besonderes ist das aber allemal. Von Firmen kann das Erlebnis nicht gebucht werden. Die Gruppe ist zwischen 40 und 50 Personen groß, unter die Kunden werden Statisten und Schauspieler gemischt. Eine Firmengruppe würde die Schauspieler sofort erkennen. Mit einem Preis von knapp 500 Euro, kein preiswertes, aber auch kein übertrieben teueres Abenteuer. Fabrice Schmidt ist sich sicher: „Mydays Veranstaltungen kosten bei uns nicht mehr als beim primären Leistungsanbieter.“ So ganz nebenbei weist er darauf hin, dass Mydays der günstigste Zero-G-Anbieter ist, also Anbieter für Parabolflüge, bei denen Schwerelosigkeit eintritt. Auf Erfolgskurs Das Mydays-Konzept mag ungewöhnlich wirken, doch ist man mit steigender Bekanntheit klar auf Erfolgskurs. Punktesammler, die keine Lust mehr darauf haben, sich jedes Jahr einen Rucksack öder Käseschneidebrett aus Gummibaumholz zu gönnen, kommen gegen Zuzahlung nun auch bei Mydays auf Ihre Kosten. Karstadt, Kaufhof oder Club Bertelsmann, Mydays-Erlebnisse stehen hoch im Kurs. „Ja, die Idee funktioniert“, bestätigt Fabrice Schmidt: „Wir wachsen derzeit jeden Monat um 20 Prozent.“ Bei Männern, die ihre Frau beschenken wollen, stehen die „Voyages d´Amour“ und Wellness-Weekends besonders hoch im Kurs. Und das Beste daran: Online einen Gutschein klarmachen, spart Einkaufsstress und Verschenkungspeinlichkeiten. 14.12.2004 |
|
|||||||||||
|
|||||||||||||
| |
|||||||||||||