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Suchen

Suchmaschinen-Trends 2005

Niels Gründel
Gefragt: Neue Suchideen.
Obwohl es neue Suchmaschinen mehr als schwer haben, sich gegen Google zu positionieren, so versuchen doch immer wieder kreative Programmierer mit eigenen Projekten für Aufmerksamkeit zu sorgen. Zumindest zeigen sie alternative Wege auf. Suchwege, die es durchaus lohnen einmal ausprobiert zu werden - und sei es nur aus purer Neugierde.

Erstaunlich ist vor allem, dass es beinahe wöchentlich lohnend wäre, über die eine oder andere Entwicklung zu berichten. Doch Suchmaschinen sind ja nicht wirklich interessant, eher notwendig im Dschungel des Wissens und so beschränkt sich die Redaktion auf einen komprimierten Überblick vergangener Tage.


Ergebnisse vorlesen?

Sehr ausgefallen ist eine Suchmaschine, mit Vorlesefunktion. Die Suchmaschine Speegle erinnert in ihrer Optik (natürlich) an Google und auch die Ergebnisse stammen von dort. Zur Auswahl stehen insgesamt drei Stimmen: eine weibliche und zwei unterschiedliche männliche. Leider ist der Server nicht so leistungsstark wie es wünschenwert wäre, so dass er mitunter der Vielzahl der Anfragen nicht gerecht wird, entweder gar nicht erreichbar ist oder sich beim Vorlesen auf einen Teil der Ergebnisse beschränkt.


Trendy: Personalisierte Suche

MyJeeves zeigt dagegen den Trend der Zukunft mit einer personalisierten Suche im Beta-Stadium. Ergebnisse werden individuell gespeichert und sind so ihrerseits auch bei künftigen Anfragen unmittelbar erneut durchsuchbar. Wer mehr als 1.000 Suchergebnisse speichern möchte, muss sich allerdings mit seiner e-Mail-Adresse und einem Passwort registrieren. Ask Jeeves nennt es "The next big thing in search", Datenschützer dürften eher mit dem Zeigefinger gegen die Stirn tippen. Cookie plus E-Mail-Adresse: Schlimmer gehts nimmer.


Erfindergeist in Deutschland

Auch aus Deutschland gibt es wieder Neuigkeiten zu vermelden: Die Suchmaschine Fastbot ist ein Projekt aus Norddeutschland. Wer Google & Co mag, dem wird auch der Minimalismus der Hamburger gefallen. Besonderheiten sind: Kaum Suchmaschinen-Spam, ein integriertes deutsch-englisches Wörterbuch - und ebenfalls eine Anpassung an das individuelle Suchverhalten, um die Qualität der Suchtreffer zu steigern.
Zusätzlich existiert eine Funktion, Suchergebnisse anonym zu öffnen. Geöffnet werden entsprechende Ergebnisseiten über einen der Server der Suchmaschine, so dass der Seitenbetreiber nur erkennen kann, dass Fastbot auf sein Angebot zugegriffen hat, aber nicht die individuelle IP des Suchenden.
Zu guter letzt kann auch Fastbot das, was Speegle tut: Ergebnise vorlesen, um so insbesondere sehbehinderten Menschen den Umgang mit dem Internet weiter zu erleichtern.
Fastbot ist allerdings auf deutschsprachige Seiten beschränkt.


Eigener Index

Zu den Neuentwicklungen der jüngeren Zeit zählt auch Gigablast. Der Betreiber setzt - auch das ist ein wenig der Trend der Zeit - auf einen eigenen Index, der zurzeit immerhin aus etwas mehr als eine Milliarden Seiten besteht.
Begonnen wurde Gigablast als Ein-Mann-Projekt. Gigablast ist englischsprachig und setzt ebenso wie Google auf ein eigenes Archiv. Verbesserungswürdig ist allerdings noch der Beschreibungstext der Fundstellen und die Ergebnisauswahl.


Doch noch ... Google

Die Desktop-Suche von Google hat lange Zeit die Schlagzeilen beherrscht, doch gegenwärtig leidet der Suchende bei Google in der Flut von Spam-Ergebnissen. Es hilft oft wenig, die eigenen Sucheingaben besser zu formulieren, irgendeine der vielen sinnlosen Ebay-Seiten kreuzt trotz größter Aufmerksamkeit den eigenen Weg. Für alle Leidgeplagten gibt es inzwischen einen ”Googlefilter“. Dabei handelt es sich um ein kostenloses Browser-Plug-in, mit dessen Hilfe sich erkannte Spameinträge dauerhaft verbannen lassen können. Zur Verfügung steht dafür eine ständig aktualisierte Online-Datenbank. Der Googlefilter 1.0 ist nicht von Google selbst, sondern ein Produkt vom Drittanbieter Filtertechnics.de. Für das Verfahren und die Bewertungsmethoden des Googlefilters wurde ein Patent beantragt.
Projektentwickler Marc Wäsche: ”Computertechnik tut sich sehr schwer damit, den Sinn von Textinhalten zu erkennen. Somit arbeiten automatisierte Verfahren zum Aufspüren von Spam-Seiten nur unzureichend. Unser Verfahren verfolgt zwei neue Ansätze. Zum einen können wir auf eine flankierende Bewertung der Suchmaschinennutzer selbst zurückgreifen. Zum anderen drehen wir den Spieß um. Wir müssen nicht die Spamseiten unter allen Webseiten finden, sondern die nicht-Spamseiten unter den als Spam gemeldeten Seiten. Das ist erheblich einfacher.“
Einzige Frage, die bleibt: Warum entwickelt Google keine wirksame Möglichkeit, die Spam-Seiten selbst aus den Ergebnissen zu entfernen - oder sie durch die Robots erst gar nicht aufzunehmen?


13.1.2005






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