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Schneller WLAN-Zugang - Kabellos in Calgary

Seit nunmehr zwei Jahren treibt die Stadt, die den meisten als Austragungsstätte der olympischen Winterspiele 1988 bekannt sein dürfte, das Projekt „Wireless City" voran, bei dem überall im Stadtgebiet neue Hotspots entstehen. Bei vielen ist es sogar möglich, den Zugang kostenlos zu nutzen, bei anderen ist die kostenfreie Nutzung auf eine Stunde pro Tag beschränkt und wieder andere können nur gegen Bares genutzt werden.

Calgary ist nicht Sitz der Regierung der Provinz Alberta, wohl aber die am schnellsten wachsende Großstadt Kanadas mit rund einer Million Einwohner. Fast sämtliche kanadischen Öl- und Gasunternehmen haben ihren Hauptsitz in der Stadt am Rande der „Canadian Rockys“. Zugleich ist die Stadt auch das Finanzzentrum des westlichen Kanadas und seit einiger Zeit ein bedeutender Technologiestandort. So hat beispielsweise das OpenBSD-Projekt seinen Sitz in Calgary gefunden. Grund dafür ist die liberale Einstellung Kanadas auch gegenüber Kryptografiesoftware. Darüber hinaus zeigt man sich stets bemüht, neue Entwicklungen schon frühzeitig zu propagieren und ebenso zu unterstützen.

„Für High-Speed-Zugänge hat sich inzwischen vor allem der Kabel-Zugang etabliert, teilweise wird auch Satellit genutzt", so Jaime, mein Nachbar auf Zeit, einer derer, die im IT-Sektor der Boom-Town eine Anstellung gefunden haben, „doch weiter in den Außenbezirken ist es vor allem WLAN, das den schnellen Internetzugang bringt."

Am 23. Juni 2003 hat man den offiziellen Startschuss für die „Wireless City“ gegeben. Damals war WLAN hier zu Lande meist Insidern vorbehalten und noch nicht in aller Munde. In Calgary hat man mit Hilfe von Sponsoren die ersten vier Hotspots in der Innenstadt errichtet und zur Nutzung freigegeben. Mit dabei war auch die öffentliche Hand, sowohl die Stadtverwaltung, als auch die Zentralbücherei, neben bekannten Namen wie Cisco. Schon damals wurde der Internet-Zugang durch mehrere und nicht einen Internet-Service-Providers sichergestellt.

Organisiert wird die „Wireless City“ seither vom „not-for-profit“ Unternehmen Calgary Technologies Inc., das sich auch sonst vor Ort um die Verbreitung neuer Techniken kümmert. „Calgarys wachsender und bereits eindrucksvoller Technologiesektor erfordert eine Vision für das, was die Menschen und die Wirtschaft benötigt,“ so Dave Bronconnier, Bürgermeister der Stadt seit 2001.

Damit man erkennt, wo man E-Mails abrufen und im Web surfen kann, kleben seither alle teilnehmenden Geschäfte und Restaurants das „Wireless City Hotspot“-Logo in ihre Schaufenster. Neben vielen anderen Symbolen ist das aber nicht immer leicht zu entdecken. Einfacher geht es, wenn man sich zu denen gesellt, die ohnehin schon kabellos unterwegs sind. Mit der Zeit sind das immer mehr geworden, auch wenn bei weitem nicht sämtliche Hotspots zur kostenlosen Nutzung freigegeben sind und die öffentliche Liste aufseiten der „Wireless City“ ebenso unvollständig ist.


Frei surfen mit Chicken Wings

In Ed’s Restaurant an der 17. Avenue Südost kann man ebenfalls kabellos und kostenlos ins Netz. „Wir haben eine Menge Leute aus der Ölindustrie in unserem Restaurant und wir dachten zu Beginn, es sei ein guter zusätzlicher Service. Wie sich schnell herausstellte, lassen die Sicherheitseinstellungen auf den Firmen-Notebooks das Surfen über unseren Hotspot nicht zu und so sind es jetzt vor allem Studenten und andere Kunden mit ihren privaten Notebooks, die sich bei uns ins Netz einklinken“, so Heesung Kim.

„Das Angebot bringt zwar kaum zusätzliche Einnahmen, aber andererseits benötigen wir ohnehin einen schnellen Internetzugang.“Die kabellose Freiheit haben längst auch andere Städte Kanadas für sich entdeckt. Dazu gehören unter anderem Vancouver, Montréal und der Schmelztiegel Toronto im Osten des Landes. Dort hat man inzwischen sogar eine überdurchschnittliche Abdeckung in der Innenstadt erreicht.

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Autor: Niels Gründel - 30.01.2006





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