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Bordcomputer im Wandel der Zeit - Multifunktionsdisplay und Info-Panel damals

Modernismus war angesagt, Ende der 70er Jahre. Autos hatten plötzlich Bordcomputer. Diese Geräte waren noch richtig desintegrierte Spielkonsolen. Heute ist ein Bordcomputer eine Selbstverständlichkeit, der Begriff ist hingegen total out.

1979, der Talbot Horizont, ein von Simca entwickelter Kleinwagen der Golfklasse kam mit einem richtigen Bordcomputer daher. Er prangte recht ungelenk in der Mitte des Armarturenbretts des ansonsten recht spärlich instrumentierten Cockpits und wurde über eine mechanisch klackende Tastenleiste bedient. Uhrzeit, Durchnittsverbrauch und Tankreichweite konnte dieser Rechner bestimmen. Leidlich genau war allenfalls die Angaben zur Uhrzeit. Der Tankinhalt wurde am Tankuhrvariometer geschätzt, der Verbrauch wurde ausschließlich über den Unterdruck im Ansaugrohr ermittelt und erlaubte allenfalls bei gleichmäßiger Autobahnfahrt so etwas wie eine Verbrauchsschätzung für 100 km. In anderen Fahrzeugen fand sich diese Verbrauchsmesstechnik als so genanntes Ökonometer und zeigte eigentlich kaum mehr als die Gaspedalstellung an. Das letzte Ökonometer ist beim Fiat Tipo 1985 in Serie gegangen.

1982 versuchte sich BMW an diesem Thema. Beim 3er BMW gab es fortan ein Checkpanel zur Kontrolle der Außenbeleuchtung, oben in der Dachkonsole. Weitaus besser aber die Verbrauchsanzeige im Drehzahlmesser: Hierbei handelte es sich um einen recht genauen elektronischen Durchflussmesser. Hinzu kam die Inspektionsanzeige. Ein erster Schritt zur Integration eines Bordcomputers in die Regelinstrumentierung, der bis heute Bestand hat.

Renault präsentierte Ende 1984 seinen erfolgreichen Renault 11 in der Version Electronique. LCD-Instrumente und ein sprechender Bordcomputer waren die Folge. Das Konzept mutet heute skurill an: Das Auto selbst hatte keinerlei elektronische Steuerelemente außer der Transistorzündung zu bieten. Ein veralteter Grauguss-Vergasermotor mit 73 PS und unten liegender Nockenwelle werkelte im Motorraum. Unter den LCD-Instrumenten sticht ein Chokehebel als Kaltstartvorrichtung ins Auge. Da war der Mercedes 500SL seiner Zeit weit voraus. 86 elektronische Steuerkreise inklusive ABS und Airbagsteuerung, Schlupfregelung und Motormanagement markierten die Spitze des Automobilbaus.

Während jeder Taschenrechner einst zum Bordcomputer stilisiert wurde, findet sich heute schon der Begriff eher selten in den Ausstattungslisten. Dort heißt es eher Multifunktionsdisplay oder Info-Panel. Es berechnet Geschwindigkeit, Verbrauch, Reichweite und voraussichtliche Ankunftszeit, letztere in Verbindung mit der Fahrzeugnavigation sogar recht genau.

Autor: Mario Gongolsky - 15.02.2006





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