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Biometrische Systeme schon am Ende? - Stopp für Biometrie-Pässe

Die Verschlüsselung der Daten auf den neuen Biometrie-Reisepässen ist nach Auffassung der Liberalen nicht ausreichend gewährleistet. Die FDP-Bundestagsfraktion fordert die Regierung daher dazu auf, die Ausstellung der Reisepässe vorerst auszusetzen. Die persönlichen Daten des Passinhabers könnten beim derzeitigen Stand der Technik zu leicht auch von Unbefugten ausgelesen werden.

Biometrische Systeme ermöglichen die Identitätserkennung anhand bestimmter Merkmale.Neben den grundlegenden Daten wie Name, Geburtsdatum und Passnummer beinhalten die neuen Reisepässe einen RFID-Chip, auf dem Passfotos, eine digitale Unterschrift und ab 2007 auch Fingerabdrücke gespeichert sind. Der Rat der Europäischen Union hatte auf Druck der USA im Dezember 2004 beschlossen, die Pässe der Mitgliedstaaten mit maschinenlesbaren biometrischen Daten zu versehen. Seit November 2005 werden die ePässe ausgestellt.

Im Februar 2005 hatte die damalige rot-grüne Regierung versichert, ein unberechtigtes Entschlüsseln der Biometriepässe sei nicht möglich. Mittlerweile ist es aber gelungen, niederländische ePässe mit einem identischen Sicherheitsstandard innerhalb von zwei Stunden zu entschlüsseln.

Die Verschlüsselungsstärke für den Zugriff auf den RFID-Chip beträgt 56 Bit – im Vergleich zu der 128-Bit-Verschlüsselung, die bei Internet-Anwendungen eingesetzt werde, ein verhältnismäßig schwacher Schlüssel, kritisieren die Liberalen. In der Erklärung zum Antrag zeigt die FDP-Fraktion außerdem auf, dass ein Auslesen der Daten aus dem Chip mit bestimmten Hilfsmitteln auch aus einer Entfernung von bis zu 30 Metern möglich sei, ohne dass der Passinhaber dies überhaupt bemerke.

Die FDP fordert in ihrem Antrag, die deutschen ePässe erst dann wieder auszustellen, wenn die Daten effektiv vor nicht autorisierter Entschlüsselung geschützt werden können.

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Autor: Niels Gründel - 21.03.2006





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