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Satellitenbilder der Erde - Google Maps Hacks

Die Ergänzung der Suchmaschine Google um Kartenmaterial und Satellitenbilder zu Beginn des letzten Jahres hat der Internetwelt ein weiteres Mal einen bedeutenden Wachstumsschub für innovative Anwendungen gegeben.

Kaum nachdem die neue Funktionalität verfügbar war, haben sich Entwickler geradezu in Heerscharen darüber hergemacht und neue Anwendungen vorgestellt. Erstmals stand zusammenhängendes Kartenmaterial zur Verfügung, das über eine einzige Schnittstelle angesprochen werden konnte. Das nun bei O'Reilly in englischer Sprache veröffentlichte Buch „Google Maps Hacks“ (ISBN 0-596-10161-9) für 29,99 US zeigt, wie sich möglichst viel aus dem Google-Kartenmaterial herausholen lässt.

Die Autoren zeigen zum Einstieg welche Möglichkeiten unmittelbar über den Kartendienst von Google bereitgestellt werden und über welche Wege das Auffinden bestimmter Informationen innerhalb des Kartenmaterials besonders effizient zu bewältigen ist.

Im weiteren Verlauf der Lektüre werden überwiegend die Möglichkeiten der „Google Maps API“ beschrieben, die mit zahllosen Möglichkeiten aufwarten kann. Die Integration einer Karte in die eigene Internetseite ist noch nichts Bemerkenswertes. Interessant sind Ergänzungen um die Möglichkeit, in eine „eigene“ Karte auch Routen einzuzeichnen und deren Länge zu berechnen oder bestimmte Punkte nicht nur zu markieren, sondern auch um Hinweistexte zu ergänzen. Interessante bestehende Anwendungen sind beispielsweise die Kartenverknüpfung zu den BBC-News, zur Verbrechensstatistik in Chicago, die Nachverfolgung der Flugroute der Internationalen Raumstation ISS oder die Auswirkung einer Atombombendetonation.

Wer nach einer neuen Behausung sucht, kann sich potentielle Immobilien ebenso in einer Google Map anzeigen lassen, um unmittelbar auf Objekte in einer bevorzugten Wohnlage zuzugreifen. Praktisch für den Autofahrer ist die Suche nach dem günstigsten Spritpreis und die Verknüpfung von Stauinformationen mit Bildern von Webcams an gekennzeichneten Punkten. Detailliert werden auch die Verknüpfungsmethoden zu GPS-Daten beschrieben.

Viele der beschriebenen Möglichkeiten beschränken sich leider auf den parallelen Zugriff zu öffentlichen Datenbanken in England und den USA. Sie geben ambitionierten Entwicklern aber auch hier zu Lande Einblick in die Möglichkeiten der „Google Maps API“ und werden sicherlich den einen oder anderen dazu bewegen, sich weit näher mit dem faszinierenden Thema der Kartograhpie auf ganz praktischer Ebene zu beschäftigen. Und einige der vorgestellten Möglichkeiten sind auch ohne weiteres übertragbar, beispielsweise die Einrichtung eines Geo-Blogs oder die Variante, eigenes Fotomaterial in Google-Kartenmaterial zu integrieren.

Die Möglichkeiten ganz im Sinne der Autoren genutzt, hat das US-Weblog Gawker. Dort ist eine Menge Klatsch und Tratsch zu lesen einschließlich der Sichtungen von Prominenter. Die Sichtungen werden detailliert in Stadtplänen der Google Maps gespeichert. George Clooney is not amused und hat vorgeschlagen, Falschmeldungen an das Blog zu senden. Dort verschenkt man im Gegenzug nun DVDs für aktuelle Fotos von Clooney. Man darf gespannt sein, wer gewinnen wird.

Externe Links:

Autor: Niels Gründel - 05.04.2006





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