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Filme fürs Handy downloaden - Audio- und Videokompressionsverfahren machen es möglich

Einschlägige Analysten sehen dafür zwar keinen Markt, die Wissenschaftler zeigen, dass es trotzdem geht: Kinofilme mit brillantem Bild und starkem Sound auf dem Handy oder PDA in Echtzeit.

Es hat lange gedauert, bis sich das IEEE-Normengremium auf den 802.16e-Standard für Worldwide Interoperability for Microwave Access (WiMAX) geeinigt hat, doch leider sind die technischen Aufgliederungen noch nicht detailliert ausformuliert.

Der nächste Flieger nach Berlin startet erst in knapp zwei Stunden. Zeit genug sich einen Kinofilm anzuschauen. Also Handy raus, online einen Film aussuchen, sich bequem im Sessel zurücklehnen und den Kino-Hit in guter Qualität anschauen. Für diese rosige Zukunftsvision haben Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen die Grundlagen geschaffen: Sie kombinieren ihre für den Einsatz in mobilen Geräten optimierte Software für die Audio- und Videokompressionsverfahren MPEG-4 High Efficiency Advanced Audio Codec (HE-AAC) und MPEG-4 Advanced Video Codec (AVC/H.264). So ist es möglich, Ton und bewegte Bilder in hoher Qualität in Echtzeit beispielsweise auf UMTS-Handys zu übertragen. Das zeitraubende Herunterladen von Filmdateien wird überflüssig.

Das Audiocodierverfahren MPEG-4 HE-AAC liefert bereits bei Datenraten von nur 48 kBit/s sehr guten Stereo-Ton. Zum Vergleich: MP3 wird meist bei 128 bis 160 kBit/s eingesetzt. Und mit dem Videokompressionsverfahren MPEG-4 AVC/H.264, das Forscher des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz HHI mitentwickelt haben, können Videos mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln bereits ab einer Datenrate von 128 kBit/s übertragen werden. „Die Kombination beider Codecs ermöglicht eine qualitativ hochwertige Wiedergabe von Filmen auf mobilen Endgeräten“, fasst Harald Popp, Leiter der Abteilung „Multimedia Echtzeitsysteme“ am IIS, zusammen.

Die neue Multimedia-Technologie eröffnet viele Möglichkeiten: „Es gibt Millionen geeignete Handys und PDAs. Mit diesen Verfahren kann jedes Gerät zu einem Kino werden, das man in der Westentasche mit sich herumtragen kann“, beschreibt Popp eine Anwendung. Die Technologie ermöglicht aber zum Beispiel auch Video-Telefonie über das Handy in guter Qualität.

Marktanalysten geben der Vision aber eher geringe Chancen. Wer will schon einen Leinwand füllenden Kinofilm auf einem Minidisplay bestaunen? Nach Ansicht der Experten eignen sich klassische Vollprogramme wie Reportagen oder Spielfilme jedoch kaum für das Handy-TV. Spezielle Fernsehformate könnten daher zukünftig zu einem wichtigen Geschäftsfeld der bestehenden Sender werden. Großes Potenzial sehen die Fachleute vor allem bei Musik- und Sportinhalten, Nachrichtenformaten sowie bei Erotiksendungen und interaktiven Flirt- oder Gaming-Programmen.

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Autor: Niels Gründel - 13.04.2006





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