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Onlinejournalismus - Handbuch der UNESCO

Die Unesco versuchte sich an einem Internet-Handbuch für Journalisten in Entwicklungsländern. Das 140 Seiten starke Werk in englischer Sprache steht kostenlos zum Download bereit. Ein Tipp für alle Journalisten, die ihre Recherchekompetenz im Internet ausbauen möchten. Ob es den Nerv der eigentlichen Zielgruppe trifft, bleibt unklar.

Onlinejournalismus - überzeugendes Handbuch als Anleitung.Die Unesco, die Thomson Foundation und die Commenwealth Broadcasting Association haben dieses Buch möglich gemacht. „The Net for Journalists” versteht sich dabei als praktischer Internetleitfaden für Journalisten in Entwicklungsländern. Geschrieben wurde es vom britischen Zeitungsjournalisten Martin Huckerby, der lange für die Times und für den Observer tätig war. Er berichtete als Korrespondent einst vom Platz des Himmlischen Friedens in Peking und vom Zusammenbruch der Sowjetunion, um danach viel Zeit in den Staaten des ehemaligen Ostblocks zu verbringen. Er betreute Journalisten in China, die über Menschenrechtsfragen berichten wollten und gab der neuen afghanischen Nachrichtenagentur Pajhwok Starthilfe. Das ist vielleicht in so weit von Bedeutung, um den Blickwinkel des Buches zu verstehen.

Zudem erwuchs das Buchmanuskript aus einer Trainingsunterlage für das Web mit dem Arbeitstitel „Web for Hacks”, das als kleiner Ratgeber 1999 für die chinesischen Journalisten entstand. Hier schreibt ein Journalist und kein Internetexperte. Für die technischen Details konnte Huckerby auf Fachberater zurückgreifen.

Einen Journalisten interessiert es nicht besonders, wie etwas funktioniert, sondern eher, wie er es für seine Zwecke einsetzen kann. Und dann muss man sich nicht wundern, wenn der Schwerpunkt des Handbuchs überdeutlich auf den Werkzeugen zur Informationsbeschaffung liegt. Suchmaschinen: Welche gibt es, wie nutzt man deren Möglichkeiten effektiv aus, wie findet man Onlinearchive um statistische Daten aus unterschiedlichen Sachbereichen zusammenzustellen? Besonders die Tipps und Hinweise für das so genannte unsichtbare Web, also in öffentlich zugängliche Datenbankbestände, haben mir sehr gut gefallen. Das Buch hilft somit, die Effektivität in der Recherche zu erhöhen.

Aspekte wie Communitys als Kontaktbasis, aus denen vielleicht einmal neue Auftraggeber erwachsen können oder Blogs spielen in diesem Buch kaum eine Rolle. Nur ein schmales Kapitel befasst sich mit der Frage der Übertragungsgeschwindigkeiten und Netzgängigkeit in Entwicklungsländern. Die Hinweise, wie man unter Umständen einen Flaschenhals umgehen kann, um doch noch ein paar Bytes aus der Leitung zu locken, bleiben basishaft. Ebenfalls knapp abgehandelt wird das Thema Selbst- und Themenvermarktung.

In seiner Gesamtheit ist das Buch eine aufschlussreiche Lektüre. Der Originaltitel „Net for Journalists” trifft es genau, denn dieses Buch ist längst nicht so stark auf die besonderen technischen und politischen Arbeitsbedingungen von Journalisten in Entwicklungsländern eingeengt, wie die Ankündigung hätte vermuten lassen. Was bleibt ist ein brauchbarer Web-Recherche-Leitfaden für Jedermann.

Externe Links:

Autor: Mario Gongolsky - 25.04.2006





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