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Billige Geschenkideen - Zurück zu den Wurzeln

Nach der weitgehenden Kommerzialisierung des Internets gibt es in letzter Zeit immer wieder neue Projekte, die auf den urtypischen Kostenlos-Faktor des Internets der ersten Stunde setzen.

Nicht mehr so neu, aber vielen noch unbekannt, ist Freecycle, ein in Nordamerika entstandener Trend, unnütz gewordenen Dingen einen neuen Sinn zu geben, anderen zu helfen und eine Freude zu bereiten und daran selbst Spaß zu haben. Gelungener Nebeneffekt: Dadurch wird die eigene Wohnung entrümpelt und Müll vermieden.

Hand aufs Herz: Jeder kennt das doch - kaum steht der Sperrmüll vor der Tür, wird er auch schon von Passanten durchwühlt, zerfleddert und teilweise mitgenommen. Als Freecycle-Gründer Deron Beal 2003 im amerikanischen Wüstenstädtchen Tucson per E-Mail an seine Freunde nach Abnehmern für Dinge suchte, die nach seiner Hochzeit im Haushalt doppelt vorhanden waren, kam ihm die Idee, etwas Derartiges öffentlich zu organisieren: Die Idee des Freecycling war geboren.

Seine Idee verbreitete sich wie ein Lauffeuer erst über den nordamerikanischen, dann auch über andere Kontinente. Inzwischen gibt es weltweit über 1.800 lokale Freecycle-Gruppen. Im März 2004 gründete Thomas Pradel in Frankfurt am Main die erste deutsche Freecycle-Gruppe. Inzwischen existieren über 90 deutsche Freecycle-Gruppen, verteilt über das gesamte Bundesgebiet. „Die größte Freecycle-Gruppe ist Frankfurt mit etwa 750 Mitgliedern. Die Region um Frankfurt herum ist ebenfalls am aktivsten und hat die meisten Gruppen: Taunus, Offenbach, Mainz/Wiesbaden, Darmstadt etc. Danach folgen die großen deutschen Städte Berlin, Hamburg, Köln, München“, so Initiator Thomas Pradel gegenüber Netzkritik.de.

Angeboten und gesucht wird alles, was im Haushalt oft in der Rumpelkammer verstaubt: Alte Zeitschriften, ausrangierte Möbel oder zu eng gewordene Kleidungsstücke. Es gibt aber auch kuriose Dinge, so Thomas Pradel: „Neulich verschenkte jemand einen kompletten Swimmingpool für den Garten. Ein - natürlich nicht mehr fahrbereites - Auto gab es auch schon. Normal sind aber Alltagsgegenstände: Haushaltsgegenstände, Bücher, Spielzeug, Gartengerät oder Computerzubehör.“

Jeder kann sich anmelden, es gibt keine Verpflichtungen, keine Gebühren, keine Kosten. Einzige Bedingung: Es dürfen nur kostenlos abzugebende Gegenstände angeboten werden. Gebühren oder Kostenerstattungen sind untersagt. Freecycle wird ehrenamtlich betrieben, ist kommerzfrei und im Interesse der guten Sache. Der einzige, der daran wirklich verdient, ist Yahoo, denn Freecycle nutzt dessen Plattform zum Austausch seiner Daten. Immerhin, so trösten sich die Freecycler, stellt Yahoo für die Werbung auf den Seiten immerhin die erforderliche Technik zur Verfügung. Und die Leute, die die Freecycle-Gruppen moderieren, stehen nicht in Verbindung zu Yahoo.

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Autor: Niels Gründel - 27.04.2006





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