Navigation
:::::
Onlineshoppig & Payment
 

- Start der Reise durchs Netz -
- Blogs & Podcasts -
- Breitband, DSL & WLAN -
- Datenschutz -
- Domains -
- Handys & Mobile Dienste -
- Journalismus: Old vs. New -
- Medienpolitik & Medienrecht -
- Musik, Videos & Fernsehen -
- Onlinebanking -
- Onlinemarketing & Suchmaschinen -
- Onlineshopping & Payment -
- Online- & Techniksoziologie -
- Vernetzung: Bücher & Verweise -
- Webdesign & Webtechnik -
- Zentrallager -


Suchen

Beratung online - Amazon-Effekt im Online-Handel

Joshua Porter hat den so genannten Amazon-Effekt im Rahmen von Usability-Tests entdeckt. Der große Online-Händler mit weltweiten Filialen dient erstaunlicherweise nicht als Einkaufadresse Nr. 1, sondern als erste Anlaufstelle in Sachen Beratung.

So hat sich Amazon-Gründer Jeff Bezos die Entwicklung seines Dotcom-Unternehmens sicher nicht vorgestellt. 1994 wurde das Stammhaus gegründet und ging ein Jahr später online. War es zu Anfang eher ein Buchhändler, hat das Internet-Versandhaus inzwischen beinahe alles im Programm, was sich online verkaufen lässt, auch Spielwaren und Haushaltsgeräte; sogar DVDs werden verliehen.

Der Umsatz steigt regelmäßig und liegt in guten Quartalen nun zwischen zwei und drei Milliarden US-Dollar. Die Gewinne sind gleichwohl mager: Betrug der Umasatz im dritten Quartal des letzten Jahres beispielsweise 1,86 Milliarden US-Dollar, so lag der Gewinn gerade einmal bei 30 Millionen Dollar oder sieben Dollarcent pro ausgegebener Aktie.

Die halbe Welt kauft inzwischen bei Amazon im Internet ein? Nein, weit gefehlt. Joshua Porter hat aufgedeckt, was ich schon lange tue: Amazon ist zwar die erste Informationsquelle, wenn es um eine Produkteinschätzung aus Verbrauchersicht geht, lädt aber nur selten zum Kaufen ein.

Noch nicht einmal die gebrauchten oder neuen von Fremdunternehmen via Amazon angebotenen Produkte, an denen Amazon für die Bereitstellung der Plattform reichlich mitverdient, können preislich immer überzeugen. Je nachdem, was gerade auf dem Einkaufzettel steht, folgt eine Suche in einer Buch-Suchmaschine oder bei einer speziellen Handelsplattform wie Booklooker.de, ein Besuch bei Ebay-Deutschland oder -International oder bei einer Auktionssuchmaschine. Soll es unbedingt ein neues Produkt sein, so werden die üblichen verdächtigen Preissuchmaschinen wie Kelkoo, Froogle oder Idealo angesteuert.

Mein Vorgehen ist gar nicht so einmalig, wie ich immer dachte. Joshua Porter hat ein identisches Vorgehen bei einer ganzen Reihe von Probanden festgestellt und dem Vorgehen schlicht den Namen Amazon-Effekt gegeben. Die Nutzer sind von Amazon überzeugt, nicht aber davon, dass es dort die günstigsten Preise gibt. Dass sie dort bereits einen Account mit hinterlegten Zahlungsdaten besitzen, überzeugt offenbar ebenso wenig wie das umfassende Angebot.

Das einzige was überzeugt, ist die geballte Masse an Informationen zu einzelnen Produkten, allen voran die Bewertung durch andere Kunden. Amazon wird das allein aber auch nicht glücklich machen: Wohlbekannt und letztlich doch gemieden.

Externe Links:

Autor: Niels Gründel - 22.05.2006





Datenweitergabe an USA?

ADAC als Datenschützer

Ajax in action

 
 

 
 
  2010 © Copyright Netzkritik