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Vorlesungen als Podcast

An der Universität Osnabrück werden neue Möglichkeiten des Medieneinsatzes erprobt, die für manchen Professor revolutionär klingen: Vorlesungen sind als Podcasts erhältlich.

Die meisten Studierenden besitzen heute Handy, Laptop, PDA und viele auch einen MP3-Player. Der hohe Grad der Technisierung prägt auch die Wahrnehmungsweisen und Erwartungen von Studierenden an mediale Inhalte. Sei es aus Neugierde und purem Zeitvertreib oder um unterwegs Zeiten sinnvoll zu überbrücken: Die Nutzung von zeitversetzten Audio-Inhalten ist nicht ungewöhnlich.

Daher ist es kaum ein Wunder, dass das Zentrum zur Unterstützung virtueller Lehre der Universität Osnabrück Virtuos in Kooperation mit der Fachhochschule Osnabrück im kommenden Semester erprobt, ob sich Podcasting auch dazu eignet, Lern- und Bildungsprozesse zu erweitern. Die Bauhaus Universität Weimar setzt Podcasts seit vergangenem Herbst immerhin als Campuscast-News ein.

Der Trend, den Einsatz von Audio-Inhalten auch in formalisierten Lehrsituationen didaktisch und inhaltlich sinnvoll zu erproben, stammt aus den USA. Vorreiter ist dabei die Universität Stanford, die ein eigenes Universitätsportal pflegt, unter dem sämtliche Vorlesungen als Audiodatei über eine kostenlose Software abonniert werden können. Neben der Nutzung auf normalen Computern lassen sich diese Vorlesungsinhalte dann auch auf mobile Endgeräte, wie MP3-Player übertragen und abspielen.

Auch die renommierte Harvard-Universität bietet ihren Studenten nicht nur Vorlesungen, sondern jedem interessierten Internetnutzer diese auch als Podcast an. „In Deutschland steckt der Einsatz dieser Geräte in der universitären Lehre noch in den Kinderschuhen. Wir wollen die innovativen Entwicklungen der ausländischen Hochschule verfolgen und frühzeitig erproben, um unseren Studierenden zeitgemäße Lehrformen zu bieten“, erklärt Dr. Andreas Knaden, Leiter von Virtuos.

„Podcasts können nicht die Präsenzveranstaltungen ersetzen, sondern vielmehr das Selbststudium abwechslungsreicher und multimedialer gestalten“, ist Prof. Dr. Ralph Sonntag überzeugt, der seit Anfang des Jahres an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden mit dem neuen Medium experimentiert. Er bietet er seine Marketingvorlesungen als Podcast an, wobei seinen ersten Erfahrungen nach nicht-technik affine Studenten verwundert und sogar verunsichert auf Podcasts reagierten. „Ich schätze Podcasts für eine aktuelle dezentrale Wissensvermittlung“, erläutert Sonntag. „Gerade vor dem Hintergrund eines modularisierten Studiums in der Zukunft (Umstellung auf Bachelor/Master-Studiengänge) wird das Blended Learning und damit auch das Podcasting an Bedeutung gewinnen.“

Der Vorteil der Podcast-Technologie ist die Möglichkeit eines einfachen Abonnemonts. Liegt eine neue Vorlesungsaufzeichnung vor, wird diese auch automatisch auf das Endgerät des Nutzers geladen. Damit entfällt der kritische manuelle Downloadschritt des Benutzers. In Osnabrück werden zwei Szenarien erprobt: Das eine ergänzt die Audioaufzeichnungen bestimmter Vorlesungen. Durch die Verbindung mit synchronisierten Power-Point-Folien wird eine qualitativ hochwertige Vorlesungsaufnahme auch für mobile Endgeräte ermöglicht.

Beim zweiten Szenario werden gezielt Podcasts für Veranstaltungen entwickelt. Die Lehrangebote werden dabei auf die Bedingungen des Mediums und den Rezeptionsgewohnheit der Hörer hin vorbereitet und entwickelt. „So bekommt durch das Medium Podcast die Stimme und der Persönlichkeit des Redners eine wichtige Rolle zu“, so Dr. Andreas Knaden. „Dieses kann die Motivation der Studierenden verbessern, da die Studierenden nicht nur mit abstrakten Texten konfrontiert sind, sondern durch den Einsatz situative und rethorische Elemente eines Vortrags vermittelt werden können.“

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Autor: Niels Gründel - 25.07.2006





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