Navigation
:::::
Breitband, DSL & WLAN
 

- Start der Reise durchs Netz -
- Blogs & Podcasts -
- Breitband, DSL & WLAN -
- Datenschutz -
- Domains -
- Handys & Mobile Dienste -
- Journalismus: Old vs. New -
- Medienpolitik & Medienrecht -
- Musik, Videos & Fernsehen -
- Onlinebanking -
- Onlinemarketing & Suchmaschinen -
- Onlineshopping & Payment -
- Online- & Techniksoziologie -
- Vernetzung: Bücher & Verweise -
- Webdesign & Webtechnik -
- Zentrallager -


Suchen

WLAN Hotspots - DSL-Router installieren und überall online mit WLAN

Die Idee ist nicht neu: Überall online sein, dank WLAN. Und das Ganze soll mithilfe privater DSL-Anschlüsse und öffentlichen Hotspots funktionieren.

In etwas anderer und noch weitgehenderer Form verfolgen ein ähnliches Ziel auch die Freifunker (s. dazu Netzkritik „Freies Netz für freie Bürger“). Doch nun nimmt sich der flächendeckenden Ausstattung mit einem das Land überziehenden WLAN keine ehrenamtlich arbeitenden Initiative an, sondern Profis wollen das Problem lösen. Und das soll folgendermaßen funktionieren: Besitzer mit DSL-Anschluss und WLAN-Access-Point sollen diesen zu einem öffentlichen Hotspot umfunktionieren, sodass sich autorisierte Personen innerhalb des WLAN-Bereichs frei im Internet bewegen können. Einzige Voraussetzung für Betreiber und Nutzer zugleich ist ein kostenloses Nutzerkonto. Der WLAN-Router muss zudem speziell konfiguriert werden. Dabei kann der Hotspot-Betreiber bestimmen, ob er für den Zugang Gebühren erhebt oder ihn kostenlos anbietet. Zudem soll eine spezielle Software für zusätzliche Sicherheit sorgen.


Spanische Lösung

Einen flächendeckenden drahtlosen Netzzugang mit Hilfe privater DSL-Anschlüsse aufbauen, bei dem die Hotspot-Betreiber sogar noch Geld verdienen. Damit allein, sorgte das spanische Start-up-Unternehmen noch nicht für Aufmerksamkeit, wohl aber als Google und Skype ankündigten, das Unterfangen zu unterstützen.

Die Foneras und Foneros müssen sich als Teil einer neuerlichen Revolution empfinden. Den Eindruck vermittelt zumindest das deutschsprachige Blog. Immerhin hat es der in Argentinien geborene Unternehmer Martin Varsavsky inzwischen auf gut 80.000 Fon-Nutzer gebracht, in Deutschland sind es allerdings knapp 6.000.


Deutsche Lösung

Neben der spanischen Fon, besitzt die die Berliner Hotsplots GmbH eine ausgereifte und deutschlandweit verfügbare Lösung. Besitzer von DSL-Anschlüssen können ihren Internetzugang nun in einen öffentlichen Hotspot umwandeln und autorisierte Personen, die sich innerhalb des WLAN-Empfangsbereichs befinden, mitsurfen lassen. Voraussetzung für Betreiber und Surfer ist ein kostenloses Nutzerkonto bei Hotsplots sowie ein speziell konfigurierter WLAN-Router auf Seiten des Hotspot-Anbieters. Über ein verschlüsseltes serverbasiertes Zugangssystem erfolgt die Authentifizierung des Nutzers, sodass dieser sich ortsunabhängig an allen teilnehmenden Hotspots anmelden kann. Die Hotspot-Betreiber können für den Zugang Gebühren erheben oder ihn kostenfrei anbieten.

Surfer verbinden sich über WLAN mit einem Hotsplots-Zugangspunkt und werden beim erstmaligen Aufruf einer Webseite zu der von Hotsplots umgeleitet, wo die Authentifizierung erfolgt. Wenn sich der Nutzer erfolgreich mit seinen Zugangsdaten beim eigenen Konto angemeldet hat, kann er im Internet surfen. Die WLAN-Verbindung selbst kann über ein virtuelles privates Netz (VPN) verschlüsselt werden.

Bei den WLAN-Routern handelt es sich um gängige, preiswerte Geräte aus dem Consumer-Bereich. Mit einer Linux-basierten Open-Source-Firmware werden diese zu vollwertigen Hotspots aufgerüstet. Dazu stehen auf der Webseite des Berliner Unternehmens angepasste Firmware-Versionen für die Router zum kostenfreien Download bereit. Alternativ können Hotspot-Betreiber vorkonfigurierte Geräte von Hotsplots beziehen, die nur noch an die vorhandene DSL-Hardware angeschlossen werden müssen.

Die Hotspot-Anbieter wählen zwischen verschiedenen Tarifen: Für Hotels, Gastronomiebetriebe oder andere Gewerbetreibende gibt es den „Businesstarif“, bei dem für die Internet-Nutzung entweder ein oder zwei Euro pro Stunde berechnet werden. Dagegen richtet sich der „Nachbarschaftstarif“ an private Haushalte. Hier zahlt der Surfer pro übertragenes Megabyte 1,5 Cent. Volle Kostenkontrolle garantiert die so genannte Flat-Option, die einen monatlichen Maximalbetrag von 14,95 Euro vorsieht. Als besondere Serviceleistung können Hotsplots-Nutzer für Ihre Kunden oder für befreundete Nachbarn auch einen kostenlosen Zugang ohne Einschränkungen einrichten.

Am Monatsende zahlt Hotsplots dem Anbieter des Zugangspunktes die Einnahmen aus. Darüber hinaus können sich Hotspot-Betreiber, die viel unterwegs sind, ihre Einnahmen auch als Guthaben anrechnen lassen und dieses an fremden Hotspots aufbrauchen. Mit steigenden Teilnehmerzahlen soll so ein großes und gemeinsames drahtloses Netzwerk entstehen, von dem sowohl Anbieter als auch Nutzer profitieren.

Externe Links:

Autor: Niels Gründel - 23.08.2006





Datenweitergabe an USA?

ADAC als Datenschützer

Ajax in action

 
 

 
 
  2010 © Copyright Netzkritik