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XSLT-Programmierung - XML mal anders

XSLT gilt als Schlüsseltechnologie, zur Umwandlung von XML-Dokumenten, auch bei der Darstellung auf Webseiten. Bisher wird die Technik nur selten von Webprogrammierern eingesetzt, obwohl XSLT sehr effizient genutzt werden kann. Eine entsprechend anregende Rezeptsammlung ist nun in deutscher Sprache bei O’Reilly erschienen.

XSLT ist eine funktionale Programmiersprache zur Transformation von XML-Dokumenten, die auf der Struktur eines XML-Dokumentes aufbaut. XSLT-Programme werden ebenso nach den Regeln des XML-Standards entworfen. XSLT-Prozessoren wie sie inzwischen in den meisten Webbrowsern enthalten sind (Opera ab Version 9, Firefox, Internet Explorer ab Version 6) lesen XSLT-Stylesheets ein und transformieren dann entsprechende XML-Dokumente in das gewünschte Ausgabeformat.

In der Praxis besitzt XSLT zwei große Anwendungsbereiche: Zum einen können mit unterschiedlichen Stylesheets Daten in unterschiedlichste Formate umgewandelt werden (XHTML, SVG, ...), wobei das Zieldokument nicht immer ein XML-Dokument sein muss, und zum anderen wird XSLT als Middleware genutzt, um einen Datenaustausch zu ermöglichen. Zwei unterschiedliche Systeme mögen zwar beide XML sprechen, aber nicht unbedingt dieselbe Sprache verwenden. Mithilfe von XSLT kann nun eine Übersetzung der beiden Sprachen erfolgen.

Eine der bekanntesten Anwendungen ist das XML-Publishing-System „Apache Cocoon”, das stark auf XSLT-Stylesheets setzt. Noch wird meist XSLT dafür genutzt, XML-Dokumente durch Transformation in XHTML Dokumente einschließlich CSS-Auszeichnungen umzuwandeln. Das aber kann sich durchaus ändern, auch dank der zweiten Auflage der englischsprachigen Rezeptsammlung „XSLT Kochbuch” (ISBN 3-89721-457-1) von Sal Mangano, die nun in erster Auflage als deutsche Übersetzung erschienen ist.

Das Buch enthält Hunderte von Lösungen für Probleme, denen sich Entwickler regelmäßig gegenüber sehen, wobei die meisten heute noch auf andere Programmiersprachen ausweichen. Die Darstellungen reichen von einfacheren Aufgaben wie der String-Manipulation bis zu komplexeren Themen wie der Erweiterung von XSLT, dem Erzeugen von SVG-Grafiken oder dem Testen und Debuggen der Stylesheets. Dabei enthält die Rezeptsammlung eine Reihe von Anwendungen, bei denen sich die Leistungsfähigkeit ganz besonders zeigt beispielsweise wenn mit wenigen Codezeilen HTML generiert wird, dessen Stil abhängig vom Dateninhalt ist oder wenn SVG in HTML eingebettet wird, mit dem der Benutzer interaktiv agieren kann.

Neben der reinen Lösung erläutert der Autor in einer anschließenden Diskussion, warum die jeweilige Vorgehensweise empfehlenswert ist, wo die Grenzen liegen welche Ausbaumöglichkeiten bestehen. Bei vielen Problemstellungen werden zusätzlich alternative Lösungswege gezeigt und die Performance und Umsetzbarkeit unter die Lupe genommen.

Mit dem neuen Buch aus dem O’Reilly-Verlag ändert sich hoffentlich bald die Einstellung der Webprogrammierer und XSLT erhält seinen verdienten Einzug ins WWW. Es enthält Lösungen für die für XSLT-Version 1.0 und bereits 2.0 – und die enthaltenen Rezepte wissen den Leser durchaus in den Bann zu ziehen. Schmökern wie im richtigen Kochbuch. Das Kochbuch ist 760 Seiten fett und kostet nicht mehr als ein gutes Menü: 52 Euro.

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Autor: Niels Gründel - 29.08.2006





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