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Datenschutz - Ausgezeichnete Datenkraken

Neu erschienen ist das „Schwarzbuch Datenschutz“. Es dokumentiert die übelsten Datensammler aus sechs Jahren Big Brother Awards und bietet zu allen Preisträgern aktuelle Ergänzungen. Dazu ein Index, Buch- und Filmtipps sowie ein Beitrag mit dem programmatischen Titel „Tausche Bürgerrechte gegen Linsengericht“.

Die Herausgeber des kurzweiligen Taschenbuchs mit dem Titel „Schwarzbuch Datenschutz“ (ISBN 3-89401-494-6), Rena Tangens und „Padeluun“, sind keine Unbekannten, organisieren sie doch seit 2000 jährlich die deutschen Big Brother Awards. Und bevor es dieses Jahr am Freitag, den 20. Oktober, um 17 Uhr im Historischen Saal der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld wieder heißt: „Der Gewinner ist ...“, bietet es sich mehr als an, die hiesigen Vorreiter aus der Riege der Kontrollfreunde, die in der Vergangenheit durch ihre fantastischen Ideen besonders aufgefallen sind, noch einmal Revue passieren zu lassen.

Zu vergesslich ist doch der moderne Mensch. Wer erinnert sich schon an die meisten der bisher Ausgezeichneten aus Politik und Wirtschaft? Kaum einer, es werden einfach zu viele, die sich in die Reihe der Negativauszeichnung einreihen. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist vorbei und damit sind auch das WM-Organisationskomitee des DFB mit seinen inquisitorischen Fragebögen bei den Kartenbestellungen glatt in Vergessenheit geraten.

In Lettland wurde jüngst ein Junkfood-Verbot an Schulen eingeführt, bei uns haben einige Schulen die Namen von Erstklässlern zu Werbezwecken weitergeben – na gut, nicht an die Fast-food-Ketten, sondern nur an eine Sparkasse und Volksbank. Da muss doch alles mit rechten Dingen zugehen? Oder ganz aktuell: Der elektronische RFID-Reisepass wurde „geknackt“; Otto Schily wurde u. a. für den biometrischen Reisepass ausgezeichnet. Dumm nur, dass der noch nicht einmal so sicher ist, wie vor wenigen Monaten noch behauptet und ob sich die ganze Sache damit nun gelohnt hat? Und wer weiß, ob sein Nachfolger im Amt nicht auch beste Chancen hat, ihm bei dieser fragwürdigen Auszeichnung nahtlos zu folgen.

Die zurückliegenden „Gewinner“ werden nicht nur noch einmal vorgestellt, es wurde auch neu recherchiert, ob sich etwas getan hat und welche Wirkung die Auszeichnung hinterlassen hat. Insgesamt sind die 192 Seiten prall gefüllt und bieten für 13,90 Euro reichlich Lesestoff. Einen entscheidenen Tipp geben die Herausgeber glücklicherweise gleich mit auf den Weg: Nicht alles auf einmal lesen. Es schlägt sonst auf den Magen. Stimmt.

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Autor: Niels Gründel - 12.09.2006





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