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Paypal mit beschränkter Haftung

Was gut klingt, kann durchaus Lücken haben. Und nicht immer greift die Absicherung der Ebay-Tochter Paypal so toll wie beworben. Ein System mit Lücken - wie die Praxis exemplarisch zeigt.

Die besten Geschichten schreibt immer noch das (eigene) Leben: Via Ebay hatte ich eine englischsprachige DVD erworben und mittels des Auktionshaus-eigenen Bezahlsystems Paypal meine Schuld unmittelbar beglichen. Insgesamt keine allzu große Summe (17,45 US), vor allem nicht bei dem schwachen Dollar. Da lassen sich sogar die vergleichsweise hohen Versandkosten besser ertragen (schon inklusive).

Der Ebay-Verkäufer hatte eine Reihe von Verkäufen (mehr als 4.000) abgewickelt, bei fast durchweg positiver Bewertung, auch in letzter Zeit. Die Lieferzeit für Europa war mit vier bis sechs Wochen angegeben. Meist geht es zwar schneller, aber in Einzelfällen brauchen Sendungen aus Übersee auch schon mal erheblich länger, zumal sie zusätzlich durch die Zollabfertigung müssen.

Nun waren knapp sechs Wochen vergangen, ohne dass die ersehnte DVD eingegangen war. Eine Nachfrage beim Anbieter per E-Mail blieb unbeantwortet. Auch das kostet einige Tage zusätzlich, zumal das E-Mail-Konto weder wegen Überfüllung geschlossen , noch ungültig war. Im Zweifel – so mein Gedanke - sind Ebay-Käufe, die mit Paypal bezahlt wurden, ohnehin versichert. Die Paypal-Seite aufrufen, anmelden und den Fall melden. Nach der Beantwortung unzähliger Formularseiten und den Hinweisen, dass die Postlaufzeiten und die zusätzliche Zollabfertigung vor der Meldung eines Falles bedacht werden sollten, die nüchterne Aussage, die Meldung käme zu spät: Maximal 45 Tage habe ich dafür Zeit. Aber eventuell hälfe Ebay weiter, heißt es in der elektronischen Meldung, dort betrage die Frist 60 Tage.

Eine Rat suchende Nachfrage auf der Ebay-Seite im Selbstfindungsprozess ergab, dass diese Aussage vollkommener Unsinn ist, denn wenn mit Paypal gezahlt wurde, kommt Ebay für nichts auf - niemals! Weit ärgerlicher als der überschaubare finanzielle Verlust ist die vermeintliche Absicherung der Zahlung, sofern sie via Paypal geleistet wurde. Warum die kurze Frist? Bei Übersee-Transaktionen - unter der Voraussetzung, dass man seinem Handelspartner nichts Böses unterstellt - ist sie einfach zu kurz.

Eine Nachfrage bei Ebay wurde nicht von der Presseabteilung, sondern der Kundenbetreuung mit Standard-Textbausteinen beantwortet. Dort ist man „der Meinung, mit der gewählten Zeitspanne von 45 Tagen - ab dem Datum der Zahlung - bei Beantragung des PayPal-Käuferschutzes, einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss gefunden zu haben.“ Zudem hoffe man nicht, dass ich aufgrund dieser gemachten negativen Erfahrung, meinen Spaß beim Handel auf Ebay verloren habe.

Der Spaßfaktor bei Ebay ist seit der Mutation zu einer Verkaufs-Plattform ohnehin nur noch relativ gering. Und beim nächsten Mal setze ich auf einen klassischen Online-Shop mit Kreditkartenzahlung. Einmal im Monat kommt eine Abrechnung vom Karteninstitut und dann bleiben weitere 30 Tage zum Widerspruch. Insgesamt sind das mehr als bei Paypal.

Autor: Niels Gründel - 29.12.2006





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