|
|
[an error occurred while processing this directive] | ||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||
|
|
::::: |
|
|||||||||||||||||||
|
Imagine all the people
Niels Gründel
“Imagine” ist eine ungewöhnliche Ausstellung. Sie zeigt Fotografien von Kindern und Jugendlichen aus aller Welt. Nach dem Willen der Initiatoren soll Verständnis für die Lebensumstände anderer geweckt werden. Das Fotoprojekt ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GTZ (www.gtz.de) und des Berliner Journalisten Philipp Abresch. Die Patenschaft für das Projekt hat die Künstlerin und Witwe von John Lennon, Yoko Ono, übernommen. Am 30. April 2002 machten sich 500 Kinder und Jugendliche auf, einen Tag in ihrem Leben zu fotografieren. Auf allen Kontinenten der Welt hielten sie fest, was ihnen in ihrem Alltag wichtig ist, um anderen “ihre Geschichte” zu erzählen. Die Jungfotografen sind alle zwischen 10 und 16 Jahren alt und stammen aus 45 Ländern. Die Fotos zeigen das Alltägliche und das Besondere. In den Dörfern der Anden, bei den Beduinen im Negev, in Metropolen wie Moskau, Peking und Montreal. Und in Israel nahmen sowohl jüdische als auch palästinensische Kinder aus Israel am 30. April eine Kamera in die Hand und gingen auf Fototour. Sie dokumentierten die Sprachlosigkeit der verfeindeten Volksgruppen. Die jungen Fotografinnen und Fotografen wählten ihre drei Lieblingsbilder aus und schickten sie nach Berlin. Aus mehr als 1.500 Bildern hat eine Kinderjury eine Ausstellung zusammengestellt, die aus drei Zyklen mit jeweils 80 Fotografien besteht. Neue Welten
entdecken
Bereits einen Tag vor der Ausstellungseröffnung im Sommer in Berlin zeigten sich die Kinder gegenseitig ihre Bilder. Für viele eröffneten die Fotos noch nie gesehene Welten. “Im Nepal sehen die Kühe ganz anders aus als bei uns,” staunte Nestor Joel Caluzado. Für Facundo Franco aus Argentinien waren die Bilder aus Korea sehr aufschlussreich: “Auf den Fotos wirkt das Land sehr ordentlich und diszipliniert,” so der 16-jährige. “Kein Wunder, dass sie die Weltmeisterschaft so perfekt organisiert haben.” Und die 12-jährige Magdalena Mielke aus Berlin nutzte die Gelegenheit der ersten Begegnung und zeigte ihrer neuen Freundin, der 14-jährigen Nepalesin Shruti Pandey, die Orte, die sie am 30. April fotografierte. “Wir hoffen, dass es gelingt einen Teil der Kinder untereinander zu vernetzen, so dass sie in Kontakt bleiben und den Dialog fortsetzen,” wünscht sich die GTZ-Projektleiterin, Simone Kopfmüller. “Wir möchten, dass das Projekt zu einer langfristigen - eben nachhaltigen - Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Lebenswelten beiträgt.” Demnächst
auch bei den Vereinten Nationen
“Imagine” ist eine Wanderausstellung, die von möglichst vielen Interessenten gezeigt werden soll. Die Reise hat die Ausstellung inzwischen von Berlin nach Hannover geführt. Doch nun ist klar: Die Ausstellung wird ihren Weg zu den Vereinten Nationen finden. Der Zeitpunkt der Ausstellung im New Yorker UNO-Gebäude ist zwar noch unklar, aber die grundsätzliche Zustimmung liegt vor. Es bleibt zu hoffen, dass der Gedanke der Ausstellung nicht nur von den Kindern dieser Welt, sondern ebenso von den Erwachsenen - im Idealfall Regierungsmitgliedern - wahrgenommen und verstanden wird. Doch “Imagine” möchte Brücken auch über die moderne Welt des Internet schlagen: zwischen den Kindern und Jugendlichen, zwischen Generationen und zwischen Kulturen. Die Website www.gtz.de/imagine/kids/deutsch/ soll dazu beitragen, Kinder und Jugendliche aus aller Welt miteinander zu vernetzen. Sie haben so die Möglichkeit, sich über Bilder auszutauschen, auch wenn sie sich niemals persönlich begegnen. Zu der Wanderausstellung sind inzwischen auch ein Bildband für 20 € und ein Postkartenheft für 8 € im Verlag Janos Stekovics (www.steko.net) erschienen.
|
|
|||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||
| |
|||||||||||||||||||||